Jedes Blatt zählt: Gedanken zum Tag des Baums

Papierverbrauch weltweit

Bildquelle: The Economist

Durchschnittlich verbraucht ein Deutscher mehr als sechs 12 Meter hohe Bäume pro Jahr, so die britische Wochenzeitschrift The Economist. Umgerechnet sind das circa 250 Kilo Papier pro Person. Damit liegt Deutschland im weltweiten Vergleich auf dem vierten Platz. Dieselbe Zeitschrift empfahl bereits1980 Unternehmen das „Paperless Office“, um die Produktivität zu steigern. Seitdem hat der globale Papierverbrauch nochmal um die Hälfte zugelegt. Ein Teil davon kann erfreulicherweise durch Recycling kompensiert werden, aber ohne die Zufuhr von frischen Holzfasern funktioniert keine Papierproduktion.

Dabei ließe sich der Papierverbauch oft reduzieren. Deshalb möchten auch wir am heutigen Tag des Baumes [Link zu http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_des_Baumes] die Bedeutung des Waldes für uns und die Umwelt nochmals ins Bewusstsein rufen. Die Produktion von Papier vernichtet nicht nur wertvollen Baumbestand und somit den Lebensraum einer Vielzahl von Tierarten, sondern ist auch in der Herstellung eine Belastung für die Umwelt. Laut WWF fällt bei der Produktion von einer Million Tonnen Papier fast dieselbe Menge CO2 an. Und der Papierhunger der Welt wächst weiter – in den nächsten zehn Jahren wird der Papierkonsum von 400 auf 500 Millionen Tonnen ansteigen. Bereits heute werden über 40% der weltweit industriell gefällten Bäume zu Papier verarbeitet. Dies erhöht den Druck auf die (Ur-)Wälder natürlich enorm. Auch wenn in deutschen Städten bei jedem Wohngebäude ein Altpapiercontainer steht, muss uns bewusst sein, dass zum Beispiel in Indonesien nach wie vor Regenwald abgeholzt wird, um unseren Hunger nach Papier zu stillen.

Die Natur würde also erheblich von einem reduzierten Papierverbrauch profitieren. Und die Möglichkeiten, an dieser Stelle „abzuspecken“ sind besser denn je. Dokumente jeder Art lassen sich heute ausschließlich digital produzieren, verteilen und bearbeiten. Schnelle, handliche Scanner und Cloud-Lösungen machen zudem das Kopieren von Unterlagen fast unnötig. Warum steigt dann der Papierverbrauch dennoch ständig weiter an? Vielleicht, weil die Technik ihren vollen Nutzen erst entfalten kann, wenn wir auch unser Bewusstsein und Verhalten ändern. Erst wenn wir keine E-Mails und Unterlagen „zur Sicherheit“ mehr ausdrucken oder Informationsmaterial für andere Personen kopieren, die sie gar nicht benötigen, können wir den Kahlschlag aufhalten. Testen Sie es doch heute: Überlegen Sie, bevor Sie drucken oder kopieren, ob Sie das Dokument nicht auch einscannen und digital weiterverarbeiten können.

Aber Holz steckt nicht nur in Papier. Es steckt auch in Verpackungen, Hygienepapieren oder Möbeln. Wir bei Fujitsu haben es uns beispielsweise zur Aufgabe gemacht, „Green IT“ zu leben und besonders auf umweltschonende Verpackung, etwa aus Recycling-Papier und biologisch abbaubare Hardwarekomponenten zu achten. Der WWF hat letztes Jahr eine Aktion für den Wald ins Leben gerufen, auf die wir gerne auch 2012 nochmals als Anregung verweisen: 11 Schritte, die sehr viel bewirken können. 

Über den ”Tag des Baumes”:

Der Tag des Baumes hat eine lange Tradition und wurde am 27. November 1951 von den Vereinten Nationen eingeführt. In Deutschland fand der Tag des Baumes erstmals am 25. April 1952 statt: Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, pflanzten im Bonner Hofgarten einen Ahorn. Der Tag des Baumes wird jedes Jahr im April mit Feierstunden begangen. Er soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein halten.

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